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Motivation für CAN
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Die jüngere Geschichte des Automobils ist durch eine intensive Elektronifizierung gekennzeichnet. Die treibende Kraft dafür geht in der Hauptsache von den immer anspruchsvolleren Wünschen der Kunden an ein modernes Automobil aus. Des Weiteren werden vom Gesetzgeber immer strengere Vorgaben zur Abgasemission gemacht. Aber auch die Globalisierung sorgt durch gestiegenen Wettbewerbs- und Kostendruck für stetigen Innovationsdruck.

Zur Realisierung elektronischer Funktionen waren anfangs autonom arbeitende elektronische Steuergeräte ausreichend. Doch erkannte man schon früh, dass durch die Koordination von elektronischen Steuergeräten die Fahrzeugfunktionalität immens erhöht werden konnte. Der Datenaustausch zwischen den elektronischen Steuergeräten wurde zunächst konventionell realisiert, d.h. jedem zu übertragenden Signal wurde ein physikalischer Kommunikationskanal zugeordnet.

Der intensive Verkabelungsaufwand ließ allerdings nur einen eingeschränkten Datenaustausch zu. Als Ausweg aus diesem Dilemma kam nur der bitserielle Austausch von Daten über einen einzigen Kommunikationskanal (Bus) in Frage. Daraus erwuchs die Notwendigkeit, ein auf die Erfordernisse des Automobils zugeschnittenes serielles Kommunikationssystem zu konzipieren.

Schon Anfang der 80er Jahre des vorigen Jahrhunderts begann man bei Bosch mit der Entwicklung eines solchen seriellen Kommunikationssystems. Man gab ihm die Bezeichnung CAN (Controller Area Network). Noch heute verrichtet CAN im Kfz wertvolle Dienste bei der Vernetzung von elektronischen Steuergeräten des Antriebs, des Fahrwerks und des Komforts. CAN zeichnet sich vor allem durch eine sehr sichere Datenübertragung aus, welche den Echtzeitanforderungen der Zieleinsatzgebiete gerecht wird.

Seit dem Einsatz von CAN gehören komplexe und oft unterschiedlich geartete Kabelbäume im Automobil der Vergangenheit an. CAN vereinfacht nicht nur die Projektierung und Installation, sondern senkt auch das Gewicht und den Platzbedarf für die Verkabelung.