Migrationslösungen

legacy Software

AUTOSAR sieht bereits im Standard vor, dass auch Steuergerätesoftware in die AUTOSAR Welt übertragen werden kann, die nicht nach der AUTOSAR Methode entwickelt wurde. Dazu definiert man gemäß AUTOSAR einen spezifischen Complex Driver.

Ein Complex Driver kann als eine spezielle Art von SWC betrachtet werden, die nicht zwingend eine nach dem SWC Template formalisierte Beschreibung haben muss.

Complex Driver

Ein komplexer Gerätetreiber darf ohne die RTE zu benutzen auf die AUTOSAR Basissoftware direkt zugreifen. So wird aus Sicht der Anwendung „nur“ die Basissoftware ausgetauscht, während die Applikation weitgehend bleiben kann wie sie ist. Die Applikation kann also im Rahmen der Migration als komplexer Gerätetreiber aufgefasst werden. Dies kann als erster Schritt in Richtung einer AUTOSAR Software-Architektur verstanden werden. Dieser erste Schritt ist vom Entwicklungsaufwand gesehen die kostengünstigste Variante.

direkte Vorteile

Bereits hier kann man jedoch schon von Teilen der AUTOSAR Funktionalität profitieren, indem man z.B. zyklische Anteile der Applikation durch die RTE aufrufen lässt oder Kommunikation und Diagnose über die RTE laufen lässt während der Applikationskern noch nicht AUTOSAR konform umgesetzt ist.

weitere Schritte

Langfristig eliminiert man die nicht nach AUTOSAR modellierten Teile der Applikation, insbesondere alle Task-Körper und Aufrufe ins Betriebssystem sowie alle Stellen mit Interruptsperre und andere Basissoftwarezugriffe. Diese werden durch AUTOSAR konforme Elemente ersetzt. Auf diese Weise sind die Applikationsteile bei einem guten Design dann effizienter umgesetzt als früher.



Zuletzt geändert: Dienstag, 10. April 2018, 15:56