Signalübertragung

Single Wire

Für die physikalische Signalübertragung kommen keine Differenzspannungssignale zum Einsatz. Stattdessen wird eine gewöhnliche Eindrahtleitung (Single Wire), mit definierten Spannungspegeln für die logische Eins und logische Null, verwendet. Die typische Topologie ist der Linien-Bus.

Spannungen und logische Pegel

Um eine ausreichende Störfestigkeit zu gewährleisten werden die Versorgungsspannung der Steuergeräte-Elektronik und die Fahrzeugmasse (siehe Grafik Treiber) als Bezugspotential für die Buspegel verwendet. Ein Pegel unterhalb von 40% der Versorgungsspannung wird vom Empfänger als eine logische Null interpretiert. Als logische Eins interpretieren die Empfänger alle Pegel, die oberhalb von 60% der Versorgungsspannung (siehe Grafik Signalspezifikation für Empfänger) liegen. Sender übertragen für die logische Null einen Spannungspegel unterhalb von 20% und für die logische Eins einen Spannungspegel oberhalb von 80% (siehe Grafik Signalspezifikation für Sender).

Open-Collector-Schaltung

Schaltungstechnisch entspricht ein Cluster einer Open-Collector-Schaltung. Alle Knoten sind über die Transceiver passiv an den Bus angeschlossen. Ein Pull-Up-Widerstand sorgt dafür, dass der Buspegel nahezu der Versorgungsspannung (High Pegel) entspricht, wenn die Sendetransistoren aller Knoten sperren. Sobald ein Sendetransistor leitet, wird der Buspegel nahezu auf Masse (Low Pegel) gezogen. Der Low-Zustand entspricht daher einem dominanten Pegel, der den rezessiven High-Zustand überschreibt.

Pull-Up- und Master-Widerstand

Der Pull-Up-Widerstand eines LIN-Transceivers beträgt 30 kΩ. Im Gegensatz zum Slave muss am Master noch ein 1kΩ-Widerstand (Master-Widerstand) parallelgeschaltet werden. Eine Diode im Kollektorzweig verhindert jeweils die Stromversorgung des Knotens über den Bus, falls keine Versorgungsspannung anliegt.





Zuletzt geändert: Donnerstag, 26. April 2018, 16:26