CAN-Bus

Differenzsignal- übertragung

Die physikalische Signalübertragung in einem CAN-Netzwerk basiert auf der Übertragung von Spannungsdifferenzen (Differenzsignalübertragung). Durch Motoren, Zündanlagen und Schaltkontakte induzierte Störspannungen können so effektiv unschädlich gemacht werden. Folglich setzt sich das Übertragungsmedium (CAN-Bus) aus zwei Leitungen zusammen: CAN-High-Leitung (CANH) und CAN-Low-Leitung (CANL).

Verdrillte Leiterpaare

Das Verdrillen der beiden Leitungen sorgt für eine erhebliche Reduzierung des magnetischen Feldes, so dass in der Praxis als physikalisches Übertragungsmedium üblicherweise verdrillte Leiterpaare (Twisted Pair) zum Einsatz kommen.

Abschlusswiderstände

Aufgrund der endlichen Signalausbreitungsgeschwindigkeit nimmt der Einfluss von Ausgleichsvorgängen (Reflexionen) mit steigender Datenrate oder wachsender Busausdehnung zu. Die Terminierung der Enden des Kommunikationskanals mittels Abschlusswiderstand (Nachbildung der elektrischen Eigenschaften des Übertragungsmediums) verhindert in einem CAN-High-Speed-Netzwerk Reflexionen.

Maßgebend für den Busabschlusswiderstand ist der so genannte Wellenwiderstand der elektrischen Leitung. Dieser beträgt 120 Ohm. Im Gegensatz zur ISO 11898-2 schreibt die ISO 11898-3 (CAN-Low-Speed) aufgrund der geringeren maximalen Datenrate von 125 KBit/s keine Busabschlusswiderstände vor.

Zuletzt geändert: Mittwoch, 11. April 2018, 09:44