Remote Frame

Anforderung von Daten

Neben den für die Datenübertragung eingesetzten Data Frames existiert mit dem Remote Frame ein Frametyp, mit dem Nutzdaten, also Data Frames, von beliebigen CAN-Knoten angefordert werden können. Allerdings kommen diese im Automobil kaum zur Anwendung, da dort die Datenübertragung nicht auf Nachfrage, sondern im Wesentlichen auf der Initiative der Informationserzeuger basiert. Remote Frames können dabei sowohl im Standard- als auch im Extended-Format übertragen werden.

RTR zur Unterscheidung

Bis auf das fehlende Data Field entspricht der Aufbau des Remote Frames dem des Data Frames. Die Unterscheidung zwischen Data und Remote Frame erfolgt mittels RTR-Bit (Remote Transmission Request). Im Falle eines Data Frames wird das RTR-Bit dominant gesendet. Ein Remote Frame ist durch ein rezessives RTR-Bit gekennzeichnet.

Zwei Frames,
ein Identifier

Prinzipiell können für alle existierenden Data Frames im CAN-Netzwerk entsprechende Remote Frames definiert werden. Dazu hat man nur darauf zu achten, dass die Identifier der Remote Frames den Identifiern der assoziierten Data Frames entsprechen. Sobald ein CAN-Knoten einen Remote Frame empfängt, dessen ID mit dem ID eines eigenen Data Frames identisch ist, antwortet er mit dem entsprechenden Data Frame.

Remote Frames und deren Beantwortung

Im Falle eines CAN-Controllers mit Objektespeicherung erfolgt die Beantwortung eines Remote Frames automatisch durch den CAN-Controller. CAN-Controller ohne Objektespeicherung müssen dazu den Host in Kenntnis setzen, damit dieser die Beantwortung initiieren kann.

Im Idealfall schließt sich der Anfrage mittels Remote Frame sofort die Beantwortung der Anfrage durch das entsprechende Data Frame an. Jedoch können sich unter Umständen CAN-Botschaften mit höherer Priorität zwischen Anfrage und Beantwortung schieben.

Zuletzt geändert: Donnerstag, 29. März 2018, 15:22